Golftechnik

Im Golf sind sehr viele Lehrmeinungen und Technikleitbilder vertreten. Geprägt sind diese Meinungen zu einem großen Teil durch die Vorbildwirkungen unserer weltbesten Spieler. Welche Technik die korrekte wäre, lässt sich nur durch folgende kritische Fragen lösen:

1. Wie sieht die ideale Golftechnik für den Golfer aus?
2. Wie muss die Idealtechnik an den Golfer angepasst werden?
3. Wo weicht die Idealtechnik von der Zieltechnik des Golfers ab?
4. Welches Ballflugproblem hat der Golfer und wie wird dieses gelöst?
5. Wie kann der Golfer die Korrekturen umsetzen und trainieren?

Hat der Trainer durch seine Analyse eine Korrekturstruktur ausgearbeitet, so kann er mit der Arbeit beginnen. Nun gliedert sich diese Arbeit in folgende Bereiche:

Langes Spiel
- Grundschwung (Grundbewegungen)
- Ball Shaping (Draw, Fade, Hook, Slice)
- Punch
- Schläge aus schlechten Lagen
- Hohe und flache Schläge
- Schläge mit unterschiedlichem Drallverhalten

Kurzes Spiel
- Chip (Standard Chip, 1-Hebel Chip, 2 Hebel Chip)
- Pitch (Lob, Cut)
- Bunkerschlag (Explosionsschlag, Flughöhen Variation)
- Schläge mit Wedges mit unterschiedlichen Drallverhalten
- Putt

Gliederung der Bewegungsabläufe
- Einleitungsphase (Take Away)
- Aufschwungphase
- Umkehrpunkt (Transition)
- Hauptphase (Abschwungphase)
- Treffmoment
- Ausschwungphase
- Finish


Anhand der Gliederung ist sichtbar, dass es im Golf eine Vielzahl von Schlagvariationen geben kann, diese jedoch stets von der Idealtechnik abweichen können. Die Idealtechnik muss der Golftrainer mit dem Golfer stets im Auge behalten und falls notwendig eine Zwecktechnik entwickeln. Golfschläge sind Zwecktechniken, denn nicht der schöne, sondern der wirkungsvolle Schlag ist gefragt.

Der Golfunterricht ist jedoch stets darauf aufgebaut, dass der Golfer der Idealtechnik näher kommt. Das dies in der Praxis mit vielen Stufen verbunden ist, sei unumstritten.

Die Idealtechnik darf jedoch nicht verwechselt werden mit der im Alltag üblichen Meinung, diese oder jene Technik sei für einen Golfer ideal. Einzig und allein bestimmt der Lehrer mit seinem Schüler die Strategie welche Idealtechnik anzustreben gilt.